Ein neuer Blog des Literaturwissenschaftlichen Seminars der Universität Paderborn begleitet die letzten Wochen der Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“

Der Blog Rom, 7 Blicke. Literaturstudierende auf römischen Spuren stellt sich unter anderem mit folgenden Worten vor:

„An diesem Schnittpunkt zwischen einem historischen Blick auf die Jahrtausende alte Stadt und ihre Besucher mit einem zeitlosen Blick auf die menschliche Haltung des Projizierens, des Wünschens und Idealisierens von Entferntem trifft die Idee der Ausstellung mit der Arbeit des Literaturwissenschaftlers zusammen.“


Am Schnittpunkt von historischer Forschung und zeitlosem Idealisieren – besser kann man die Verfasstheit der Ausstellungskuratoren im Angesicht der zu beschreibenden Wunder Roms nicht auf den (Schnitt-)punkt bringen.

Denn: Vielfältig sind die Blicke der Nordlichter auf die Ewige Stadt und die Ausstellung ist hier vor allem den gut erkennbaren, erforschten und vielleicht sogar repräsentativen Wegen der Rom-Begeisterung und –Rezeption gefolgt, nur selten wurde auch ein kleiner Sehnsuchtstrampelpfad im römischen Wunder-Unterholz begangen. Dort zurücklassen mussten die Kuratoren manch interessantes Gewächs, sei es, dass es zu fragmentarisch, zu anders oder zu abgelegen war, um sich in den Strom der Ausstellungserzählung mühelos einflechten zu lassen.

In all diesem Dilemma nahte Hilfe von Seiten der Literaturwissenschaften: Marta Famula und Lothar von Laak haben gemeinsam mit ihren Studierenden und Gästen im Rahmen von Vorlesung, Seminar und der Veranstaltungsreihe „Rom-Blicke: verewigt, gegenwärtig“ nicht nur direkt links und rechts der großen römischen Wunder-Wege noch genauer hingesehen und Besuchern (und Kuratoren) einen anderen Zugang zu den in der Ausstellung gezeigten Exponaten vermittelt. Nun haben sie sich auch daran begeben, einige versteckte Schätze aus dem Dickicht der Rom-Wahrnehmung ans Tageslicht zu befördern, die – obgleich sie sich der themenübergreifenden Verbindung des Ausstellungskonzeptes vielleicht entziehen – doch dem für das ewige Rom-Thema Brennenden neue Nahrung für sein Feuer liefern können.

Die ersten vier Blog-Beiträge sind online – wir sagen: weiter so! Denn:
„Die Einheit, zu der die Elemente Roms sich verbinden, liegt nicht in ihnen sondern in dem anschauenden Geiste“ (Georg Simmel 1992)

https://roemischeblicke.wordpress.com/

Autorin: Dr. Christiane Ruhmann

 

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